Alter Elbtunnel

(1) Museum in Hamburg
Alter Elbtunnel
Bei den St. Pauli-Landungsbücken 1 20359 Hamburg
ganztägig geöffnet

Informationen zu Alter Elbtunnel

Alter Elbtunnel: Spaziergang unter der Wasseroberfläche

Das Kreischen der Möwen an den Landungsbrücken wird immer leiser, je weiter es die geschwungene Eisentreppe zum Alten Elbtunnel hinuntergeht. An ihrem Fuß angekommen, ist es ganz verstummt. Stattdessen empfangen den Besucher Stille und ein ständiger kühler Luftstrom, der durch das historische Bauwerk Hamburgs weht. Von hier aus startet der Gang unter der Elbe hindurch bis zum gegenüberliegenden Ufer. Dabei gibt es viel zu entdecken. Denn die Fliesenwände der beiden Röhren halten so manche Überraschung parat: In regelmäßigen Abständen finden sich hier sogenannte „Majolika-Reliefs“. Darunter versteht man besondere Art von glasierter Tonware, die ursprünglich aus Mallorca stammt. Im Alten Elbtunnel zeigen die Reliefs Fische, Muscheln, Seesterne oder Robben. Das macht die 426,5 Meter von den Landungsbrücken nach Steinwerder zu einem spannenden Spaziergang. Drüben angekommen geht es nach oben zum Ausgang Steinwerder. Hinter dem Gebäude lockt eine Aussichtsplattform mit einem der schönsten Blicke auf die Hansestadt, die es gibt. Über die Elbe sieht man die Wahrzeichen der Stadt aus einer ganz neuen Perspektive.

Im Alten Elbtunnel wird Geschichte greifbar

Es gibt wohl kaum einen anderen historischen Ort in der Hansestadt, der so ungewöhnlich ist. Schon der Zugang ist beeindruckend: Ein riesiges Dach mit einer Kuppel aus Kupfer schmückt das imposante Gebäude aus gelbem Tuffstein. Von dort aus hat man zwei Möglichkeiten in die Unterwelt zu gelangen: die bereits eingangs erwähnte Treppe mit ihren 132 Stufen oder einer der beiden Personenaufzüge. Wer unten angekommen ist, sollte als erstes nach oben schauen: Der Blick auf die Kuppel mit ihrer liebevoll restaurierten Kassettendecke lohnt sich! Bewundern kann man auch die vier Lastenfahrstühle, die in einer gigantischen Konstruktion von Holz und Metall erbaut wurden. Heute dienen sie dazu, Autos in den Alten Elbtunnel zu befördern. Allerdings: Besonders breit sollte der Wagen besser nicht sein – die beiden Röhren des Tunnels sind nicht einmal zwei Meter breit und knapp dreieinhalb Meter hoch. Beide Maße wurden bei dem Bau 1907 nach dem häufigsten Transportmittel errechnet – den Pferdekutschen. Die passten in der Breite auf den schmalen Durchweg, die Höhe wurde bestimmt durch die aufgestellten Peitschen der Kutscher.


Der Elbtunnel - auf den Spuren der „einfachen“ Bevölkerung

Der größte Teil der Menschen, die den Tunnel damals durchquerten, war ohnehin mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs: Arbeiter, die vom Stadtgebiet in den Hafen an der Südseite der Elbe mussten. Jeden Morgen machten sie sich in aller Herrgottsfrühe auf den Weg, in der Hand den Henkelmann mit dem Mittagessen. Nach Feierabend ging es dann die gleiche Strecke zurück – manchmal meint man noch heute, die schweren Tritte ihrer genagelten Stiefel hören zu können, wenn man den Alten Elbtunnel durchquert. Während die Arbeiter früherer Zeiten den Tunnel möglichst zügig durchschritten, können sich die Besucher von heute Zeit lassen. Das sollten sie auch, denn es lohnt sich.

Öffnungszeiten

Dieses Ausflugsziel ist öffentlich zugänglich

Anschrift

Alter Elbtunnel
Bei den St. Pauli-Landungsbücken 1
20359 Hamburg

Bewertungen (2)

schrieb am 20.06.2014
Der alte Elbtunnel ein legendäres Bauwerk mit nostalgischen großen Aufzügen.
Ein Spaziergang durch den Tunnel und sich dann mitten im Hafen das hektische
Treiben die großen Pötte ansehen. Ein muß für den Besucher
schrieb am 08.06.2014
Imposantes Bauwerk, dass einem bei einem Hafenspaziergang ein bisschen Abkühlung bietet. Und der Blick auf den Hafen von der anderen Seite ist sensationell. Nicht nur für Fotografen ein absolutes Muss.
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