Die Meistersinger Von Nürnberg

(0) Oper & Operette in Schweinfurt
Theater der Stadt Schweinfurt
Roßbrunnstraße 2  97421 Schweinfurt
27. Januar 2017 (Freitag) ab 17:00 Weitere Termine Alle Angaben ohne Gewähr.

Informationen zur Veranstaltung

Musikalische Leitung: Lutz Rademacher

Inszenierung: Kay Metzger

Ausstattung und Kostüme: Petra Mollérus

Chor: Marbod Kaiser

mit Derrik Ballard (Hans Sachs), Christoph Stephinger (Veit Pogner), Ewandro Stenzowski (Kunz Vogelgesang), Markus Köhler (Konrad Nachtigall), Andreas Jören (Sixtus Beckmesser), Insu Hwang (Fritz Kothner), Markus Gruber (Balthsar Zorn), Norbert Schmittberg (Ulrich Eißlinger), Uwe Gottswinter (Augustin Moser) Haeyeol Han (Hermann Ortel) Michael Zehe (Hans Schwarz), Bartolomeo Stasch (Hans Foltz) Heiko Börner (Walther von Stolzing), Stephan Chambers (David, Sachsens Lehrbube), Eva Bernard (Eva), Gritt Gnauck (Magdalena), Michael Zehe (Ein Nachtwächter), Gaëtan Chailly (Ein Kobold)

Symphonisches Orchester, Chor, Extrachor und Statisterie des Landestheaters Detmold


Wagners Opus war im Theater der Stadt Schweinfurt nie das richtig große Thema. Obgleich: fünf Mal wurde »Der fliegende Holländer« gezeigt darunter auch 2002 die Inszenierung von Katharina Wagner für das Würzburger Mainfrankentheater. 1997 war »Tristan und Isolde« konzertant zu erleben. Im März 2011 stand »Das Rheingold« und im Februar 2013 »Die Walküre« auf dem Spielplan, jeweils in den Inszenierungen des Landestheaters Detmold. Der zweimalige große Erfolg hat Mut gemacht in der 50. Saison etwas ganz Besonderes zu wagen: »Die Meistersinger von Nürnberg«.


Die Oper »Die Meistersinger von Nürnberg« beschreibt auf dem gleichsam goldenen Boden einer festlichen, erdverbundenen Musik (die aber auch alle anderen Schattierungen, etwa von Gefühlsüberschwang, Romantik, Sehnsucht, Humor, tiefgründiger Philosophie, Melancholie etc. kennt) eine wunderbare, ebenso intelligente wie sinnreiche Geschichte. Das Geniale, Kreativ-Neue besiegt mit Hilfe von abgeklärter philosophischer Erfahrung und Traditionsliebe das pedantisch-boshafte, »beamtenmäßig«-durchschnittliche Prinzip, so kann man den Inhalt in Kürze beschreiben. Man muß schon ziemlich beschränkt sein, dieses Stück, in welchem das typisch deutsche kleinkarierte Paragraphentum (Sixtus Beckmesser) dermaßen abgewatscht wird, als »deutschtümelnd-national« zu empfinden. Inwiefern ein kräftiges, daseinsbejahendes C-Dur, Anfang und Schluß und Teile der »Festwiese« im 3. Akt bildend, eine Tonart, welche in genau derselben Bedeutung auch bei Haydn, Brahms, Tschaikowsky oder Mahler vorkommt, »nationalistisch« sein soll, vermag mir ebenfalls nicht einzuleuchten. Das Stück verbindet drei Dinge miteinander: Lernfähigkeit (Stolzing) ganz ohne Pisa-Studien, vorbildliche Ethik (nicht ganz ohne religiöse Bezüge), und das Prinzip alles Erfinderischen, Schöpferisch-Gestaltenden ganz ohne Dogmatik und Ideologie. Ein echtes Meisterwerk. Nicht nur die Musik ist eine einzige Verkettung von Schönheiten und Sinn, sondern auch der Text besteht aus Lebensweisheiten und einem Humor, der – ich vertrete hier eine Gegenposition zu Carl Dahlhaus und dessen Wort vom »Humor, dem nicht zu trauen ist« – tiefe Humanität mit praktischer, erlaubter Schlauheit verbindet. (Stefan Mickisch, 2013)


»Und es wird durch die Bank gut gesungen: Da sind die von Marbod Kaiser einstudierten Chöre, die auch darstellerisch überzeugen. Die meisten der vielen Solistenrollen kann Metzger mit hauseigenen Kräften besetzen, er ergänzt mit wenigen Gästen. Christoph Stephinger als Veit Pogner ist eher liebevoller Vater denn gestrenger Zunftmeister, Gritt Gnauck eine absolut verlässliche Magdalene. Andreas Jören gibt den verprügelten Beckmesser als leicht trotteligen Typen. Heiko Börners Walther von Stolzing fehlt es nicht an Strahlkraft, ein Mehr an Nuancenreichtum könnte er allerdings mobilisieren. Eva Bernard hat ebenfalls genügend Power für die Eva, vielleicht mit etwas zu wenig jungmädchenhafter Leichtigkeit. Jede Menge Zwischentöne entwickelt Derrick Ballard für den Hans Sachs. Er ist väterlicher Freund genauso wie intriganter Strippenzieher und enttäuscht Liebender – ein schönes Rollenportrait. Die Entdeckung an diesem Abend ist aber Stephen Chambers als David. Wunderschön ebenmäßig, kraftvoll und verletzlich zugleich strahlt sein Tenor. Den richtigen Zugriff auf Wagners Musik beweist auch Lutz Rademacher am Pult des bestens aufgelegten Detmolder Sinfonieorchesters. Fazit: eine große Leistung eines doch eher kleinen, aber feinen Hauses.«
(Christoph Schulte im Walde für die nmz vom 20.09.2016)

Tickets & Termine

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27.01.2017 Freitag ab 17:00 ab 42,20 EUR Tickets
29.01.2017 Sonntag ab 17:00 ab 42,20 EUR Tickets
03.02.2017 Freitag ab 17:00 ab 42,20 EUR Tickets
05.02.2017 Sonntag ab 17:00 ab 42,20 EUR Tickets
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97421 Schweinfurt

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