James Rhodes

(0) Klassik in Mainz
Frankfurter Hof
Augustinerstr. 55  55116 Mainz
23. Oktober 2016 (Sonntag) ab 20:00 Alle Angaben ohne Gewähr.

Informationen zur Veranstaltung

An Evening With James Rhodes
Eine musikalische Lesung mit Werken von Bach, Beethoven und Chopin.


Im Oktober 2016 auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Sein Leben war die Hölle, seine Konzerte sind grandios: Rhodes spielt leidenschaftlich und erzählt schonungslos offen, warum die Klassik sein Leben gerettet hat.

James Rhodes ist anders als andere Konzertpianisten. Selbst in einer Welt, wo sich klassische Musiker immer mehr zu extrovertierten Weltstars mausern, weil sie sich nicht mit Frack und Fliege an den Flügel setzen und mit ein paar wilden Frisuren angeblich zum „Punk“ werden, ist der Brite eine Ausnahmeerscheinung.
Ja, auch er kommt in bester Bad Boy-Manier und mit T-Shirt und Turnschuhen auf die Bühne. Er hat sich den Namen Sergei Rachmaninoff in kyrillischen Buchstaben auf den rechten Unterarm tätowieren lassen, er trägt einen Dreitagebart und eine Hipsterbrille und raucht bevorzugt an öffentlichen Orten.

Was aber viel mehr schockiert, ist seine Geschichte, die er in seiner Autobiografie „Der Klang der Wut“ öffentlich gemacht hat. Für den Bayerischen Rundfunk ist es „ohne Zweifel das verrückteste Buch über die Segnungen der klassischen Musik, das je geschrieben wurde“. Darin beschreibt Rhodes, wie er als Kind jahrelang von seinem Sportlehrer vergewaltigt wurde, über seine Scham, wie er in späteren Jahren abstürzte, Selbstmordversuche unternahm und in der Psychiatrie ruhiggestellt wurde. Im Buch erzählt er aber auch, wie ihm die klassische Musik das Leben rettete – genauer gesagt ein Stück von Johann Sebastian Bach, das Adagio von Bach-Marcello aus dem Oboenkonzert in D Moll BWV 974: „Wenn etwas so Starkes, so Schönes existieren kann“, sagt Rhodes, „dann kann ja nicht alles schlecht sein. Da sagte ich mir: Okay, ich mach‘ noch ein bisschen weiter.“

James Rhodes spielt u. a. Beethoven, Chopin, Prokofjew und vor allem Bach und begeistert damit auch ein jüngeres Publikum, das bislang wenig Zugang zur Klassik hatte. Und er spricht über das, was er spielt, in einem unkonventionellen Ton, unverkrampft und voller Aufrichtigkeit. Es spricht auch über sein Leben und die Schönheit der Musik, die lange Zeit wie ein guter Freund für ihn war.
James Rhodes ist wirklich anders als alle anderen, er hat etwas zu erzählen. Und zu spielen.

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23.10.2016 Sonntag ab 20:00    
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