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Brönnerstraße 5-9  60313 Frankfurt
27. November 2016 (Sonntag) ab 20:00 Alle Angaben ohne Gewähr.

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Jupiter Jones „Brüllende Fahnen“

Wie sollst Du sich schon fühlen, wenn der Sänger deiner Band aussteigt? Ein langjähriger Freund muss sich aus dem Kumpelnest rausziehen. Schlimm? Nee, scheiße! Gesundheitliche Gründe, Liebe fertig, keine Chance, nichts dran zu rütteln. Jupiter Jones, Du kennst uns up, kennst uns down. Das war definitiv down to hell.

Wir saßen an der Theke, tranken uns die Köpfe heiß (falls Jugendliche mitlesen: Don’t try this at home!) und der ein oder andere schielte vielleicht schon heimlich auf die geöffnete Travel-Seite im Handydisplay. Kommt jetzt etwa diese Weltreise, für die sonst immer nie Zeit war? Also lieber Malaria-Prophylaxe schlucken als Zyankali-Kapseln?

Nun, es sollte alles ganz anders kommen. Wir, also Hont, Becks und Sascha hatten Glück, einfach Glück.
Und zwar in Form von … Sven. Zusammen mit Sascha spielte Sven dabei schon einmal - und zwar als Eifelpunks in deren erster Punkband. Fun Fact: Die trug den, naja, legendären Namen Uncle Benz. Und seitdem spielte und sang er in unzähligen weiteren Bands.

Dass er es drauf hat, wussten wir also und er begleitet uns – was mindestens genauso wichtig ist – seit ewigen Zeiten als Freund. Ohne Freundschaft kann man das hier nämlich alles nicht durchziehen, zumindest für uns wäre das keine Option. Das ganze Game ist echt Haifisch genug.

Mit Sven fühlt sich unsere Herzenssache Jupiter Jones wieder ganz an. Das Gegenteil von zerbrochen. Wir konnten es erstmal selbst kaum fassen und haben uns dann aber mit neuem Elan und größtem Bock an neue Songs gewagt. Die ersten Ergebnisse stellten dabei eins klar:
Die Sache mit dem Rucksack durch Vietnam und Camping auf Feuerland kann warten. Wir machen jetzt das hier!

„Wir können mit vollgerotzten Taschentüchern untergehen / um dann mit brüllenden Fahnen wieder aufzustehen“. Diese Textzeile unseres Opening Tracks besitzt für uns etwas sehr Programmatisches. Wir möchten unsere Lust auf neue Stücke, auf eine ganz besondere Platte der Bandgeschichte mit Textmarker anstreichen. Und dann an den WG-Kühlschrank heften oder am besten gleich als Heckaufkleber. Mindestens aber der Albumtitel sollte es sein: „Brüllende Fahnen“!

Der Wille, diesmal ganz bewusst vieles anders zu machen, zeigt sich dabei auch in der Produktion. Im Bremer Studio Nord - einem ehemaligen Tanzlokal - begannen wir im Juli 2015 mit dem Recording der Drums. Dieses Studio Nord wurde seinerzeit übrigens vom Produzenten von Heintje aufgebaut. Heintje? Why not! Abbey Road wäre uns einfach zu viel Klischee gewesen…

Danach haben wir erstmalig vollständig auf unser eigenes Studio in Hamburg gesetzt, fühlte (und hörte) sich gut an, die Fäden bis ins letzte Detail in der Hand zu halten. Neun Monate hatten wir dort schon vor Bremen akribisch an Songs, Sounds und Arrangements geschraubt, wobei Sascha bereits in der Songwritingphase die Rolle des Produzenten angenommen hat. Neu mit an Bord ist Olaf Opal. Er und Sascha haben dann gemeinsam als Produzenten die Platte fertig aufgenommen und gemischt.

Wir haben uns für die Herausforderung eines solchen Albums dabei drei Freunde ins Boot geholt - also natürlich fast unzählige – aber beginnen wollen wir mit dem hier: sein Name ist Niklas Breslein, mit ihm haben wir uns schon vor 10 Jahren angefreundet, beim gemeinsamen Tingeln durch kleine Clubs und Backstage bei Wald- und Wiesenfestivals, er war mit seiner damaligen Band Junges Glück unterwegs. Bei den Texten zu diesem Album haben wir nun eng mit ihm zusammengearbeitet - er hat das in wunderschöne Worte gekleidet, was uns bewegte. Zwei Stücke zeichnen sich außerdem durch ein sogenanntes Featuring aus(vergleiche: Musikindustrie-Idiotensprech). Bei „Ein bisschen Paranoia“ textet und singt Jörkk Mechenbier von der vortrefflichen Band Love A mit. Es geht unter anderem um den kollektiven Verfolgungswahn, aber auch um Münchhausen, Merkel, Machiavelli. Okay, wir sagen es besser gleich, wir schonen 2016 niemanden, am wenigsten uns selbst. Drittens: bei „Intrigen, Intrigen“ handelt es sich um einen bis dato unveröffentlichten, also noch nie vertonten Text der von uns sehr verehrten Hildegard Knef. Wir durften ihn anlässlich einer Geburtstagssause (die Tribute-CD „Für Hilde“) für einen unserer Songs bearbeiten und verwenden.

Was „Brüllende Fahnen“ allerdings nicht annähernd geworden ist: Ein Feelgood-Movie. Sorry, aber diese Songs sind Begleiter einer schwierigen Zeit. Sie handeln von Loyalität, den schärfsten Messern, von Lügen, von Herzen und vom in Flammen stehen. Das hier sollte Vintage klingen und trotzdem modern sein, weniger Hochglanzpop und bitte noch mehr Bandmaschinenrauschen. So viel reduzieren, dass es weh tut und jedes kleinste Signal muss dermaßen geil klingen, dass es dem ehrwürdigen Mr Jack White ein Tip Of The Hat abringt.

Kurzum: wir freuen uns auf das, was da jetzt kommen wird – und sind dabei natürlich auch froh, dass Nicholas der Musik erhalten blieb und wieder aktiv ist. „Brüllende Fahnen“, das ist jetzt unsere Ansage. So hat man Jupiter Jones noch nie gehört.

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