Schauspielhaus
Prinzenstraße 9  30159 Hannover
18. November 2016 (Freitag) ab 19:30 Alle Angaben ohne Gewähr.

Informationen zur Veranstaltung

Wien um 1910. Der junge, untalentierte und aufbrausende Künstler Adolf Hitler strandet in einem Männerasyl. Dort trifft er auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl (Spezialgebiet: Bibeln und erotische Literatur), der sich rührend um den erfahrenen Provinzler kümmert. Der bewirbt sich an der Kunstakademie, wird aber abgelehnt. Um den Gescheiterten aufzurichten, kümmert sich Herzl zunächst einmal um dessen äußeres Erscheinungsbild, kämmt und scheitelt seine Haare, stutzt den Bart und entwirft dann einen neuen Karriereplan für ihn. Mit fatalen Folgen für die Weltgeschichte: Hitler soll Politiker werden. Als dieser einen Titel für seine Memoiren sucht, ist Herzl ihm auch dabei behilflich: Mein Kampf. Eigentlich sollte so Herzls autobiografischer Roman heißen, aber was tut man nicht alles um der Nächstenliebe willen…<br><br>

Erst spät kam der gebürtige Ungar George Tabori (1914-2007), dessen Vater als Jude in Auschwitz ermordet wurde, nach Deutschland, in das Land der Täter. Auf den Vorwurf, er treibe mit dem Entsetzen seinen Scherz, entgegnete er: »Das Lachen ist ebenso existenziell und befreiend wie das Weinen […] Ich nenne mein Kampf einen theologischen Schwank. Grundsätzliche geht es um Liebe.« <br><br>

Regie: Mina Salehpour, Bühne: Robert Schweer, Kostüm: Maria Anderski, Musik: Robert Kretzschmar, <br>Dramaturgie: Hartmut El Kurdi, Choreografie: Niamh McKernan<br>
Mit: Lisa Natalie Arnold, Beatrice Frey, Christoph Müller, Daniel Nerlich <br><br>

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18.11.2016 Freitag ab 19:30    
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Prinzenstraße 9
30159 Hannover

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