Schlachthof Wiesbaden
Murnaustraße 1  65189 Wiesbaden
30. November 2016 (Mittwoch) ab 20:00 Alle Angaben ohne Gewähr.

Informationen zur Veranstaltung

Seit sieben Jahren verbinden Moop Mama die Kunst des Geschichtenerzählens mit einem einzigartigen Sound aus Bläsern, Beats und Rap: "Urban Brass". Das hat ihnen den Ruf eines wahren Bühnen-Spektakels eingebracht. Jan Delay, Deichkind, Fettes Brot, alles Fans. Nun haben Moop Mama ihr drittes Album aufgenommen. Mit "M.O.O.P.topia" finden sie als Band endgültig zu sich - und erschaffen einen möglichen Ort aus Ideen und Melodie.

Wenn du vor dieser Wand aus Posaunen und Trompeten stehst. Wenn dir die Druckwellen mit Wucht ins Gesicht schlagen. Wenn sich die kollektive Energie zu einem einzigen Sound verdichtet. Nichts ist so wie dieses Gefühl, das sich schwer beschreiben, aber umso besser spüren lässt. "Bläser sind sehr menschliche Instrumente. Sie haben eine wahnsinnig direkte Energie, fast wie Gesang. Sie können laut und mächtig sein, aber auch gefühlvoll. Außerdem repräsentieren sie eine Gemeinschaft. Mit nur einem Bläser kann man keine Harmonie spielen. Es müssen immer mehrere Menschen zusammen kommen und ihren Teil dazu beitragen. Das ist, was uns ausmacht."

Der das sagt, ist Keno Langbein. Er ist Texter, Rapper und Sänger bei Moop Mama. Seit mittlerweile sieben Jahren ist die Münchner Band auf ihrer ganz eigenen Mission - mit zehn Mann auf der Bühne und einer einzigartigen Power, die neugierige Novizen in überzeugte Fans verwandelt, bevor diese überhaupt so recht begriffen haben, was da eigentlich los ist. Moop Mama ist physisches Entertainment, HipHop als Erfahrung. "Live", hält Saxofonist Marcus Kesselbauer ohne zu zögern fest, "sind wir ein Brett. Wenn wir alle auf derselben Welle reiten, dann gibt es kein Halten."

Mit "M.O.O.P.topia" übersetzt die Band den viel beschworenen "Moop-Mama-Moment" in 14 Songs von dauerhafter Gültigkeit. Es geht um die feinen Schattierungen des Mensch-Seins ebenso wie die großen Kontraste unserer Zeit. Es geht um Fernweh und Frühling, um Kinder und Komplizen, um Inseln und Isolation. Es geht um Hass, den man nicht erklären kann, und um Liebe, die man nicht erklären will. Es geht um das Tanzen, das Prokrastinieren und darum, wie geil es eigentlich wäre, wenn man dieses verdammte Internet einfach mal eben löschen könnte.

So entsteht ein dezent poetisiertes Panoptikum unserer Gesellschaft und Gefühlswelt. Es ist ein denkbarer Ort aus Ideen und Melodien - eine "M.O.O.P.topia" eben. "Das Konzept der Stadt und der Gemeinschaft hat in unserer Musik immer schon eine Rolle gespielt", erklärt Keno. "Wir machen Urban Brass, wir erzählen urbane Geschichten. Diese Idee hat sich diesmal noch klarer herausgeschält: Aus den einzelnen Songs kann man sich so etwas wie eine Stadt zusammenbauen. Eine Stadt, die es im Grunde genau so geben könnte, in der nur alles noch schöner, auch schlimmer, einfach intensiver ist."

Das Zusammenspiel der Musiker ist über die Jahre hörbar tighter geworden. Jeder einzelne spielt noch präziser. Und die beiden Produzenten Lukas "Bustla" Roth und David "Raddish" Wöhrer haben gelernt, diese Finesse optimal mit dem Wumms eines gut abgehangenen Studio-Beats zu verbinden. Auch klingen auf "M.O.O.P.topia" mehr musikalische Einflüsse durch denn je zuvor. Liegen die Wurzeln der Band im Sound der Marching Bands aus dem amerikanischen Süden - Funk, Soul, New Orleans Jazz - so hört man diesmal auch die Energie von Trap und Techno, Referenzen von Blues-Rock bis Old-School-Rap.

"Diese Platte repräsentiert das, was wir als Liveband schon seit Jahren machen", sagt Kesselbauer, einst Initiator dieser irren Idee und bis heute musikalischer Leiter der daraus entstandenen Großfamilie. Gleichzeitig etabliert sie einen eigenständigen Sound, den man wiedererkennt. "Wir haben alle möglichen Einflüsse, von sehr vielen Leuten, in einen Band-Style verpackt. Das war die Herausforderung. Aber ich finde, wir haben eine sehr runde Moop-Mama-Platte gemacht."

Aktuelle CD: "M.O.O.P.Topia" (2016), Mutterkomplex

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30.11.2016 Mittwoch ab 20:00    
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