Tosca, DEUTSCHE OPER BERLIN

(0) Oper & Operette in Berlin
DEUTSCHE OPER BERLIN
Bismarckstraße 35 10627 Berlin
14. Dezember 2016 (Mittwoch) ab 19:30 Weitere Termine Alle Angaben ohne Gewähr.

Informationen zur Veranstaltung

Melodramma in 3 Akten von Giacomo Puccini
<br>Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama "La Tosca" von Victorien Sardou<br>In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
<br><br>Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch "Tosca", wie sich menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden »große«, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise lässt darauf schließen, dass man ihm mit der Bezeichnung als Verdi-Nachfolger mit dem Etikett des Verismo versieht. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz.
<br><br>Musikalische Leitung: Donald Runnicles<br>

Inszenierung: Boleslaw Barlog (1969)
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Bühne, Kostüme: Filippo Sanjust


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"Wohl 20 Minuten rief stürmischer Applaus Sänger, Dirigenten, Regisseur und auch Bühnenbildner immer wieder vor den Vorhang der Deutschen Oper Berlin. [...] Ein verdienter Erfolg für einen leidenschaftlich inspirierten, in sich aber auch wohl abgewogenen glanzvollen Abend voll Melancholie und Sinnlichkeit, zärtlicher Liebe, Eifersucht, Schwermut und nackter Brutalität." (nacht-depesche)
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"Boleslaw Barlog inszenierte rigoros pralles, sinnenfreudiges, großes, kulinarisches Musiktheater." (Der Tagesspiegel)
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"Puccinis Oper gehört in der Deutschen Oper Berlin – nicht zuletzt wegen ihres musikalischen und dramaturgischen Reichtums sowie eines gelungenen Regiekonzepts – zu den meist gespielten Werken." (Opernglas)


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"Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch [Scarpia], als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos [Cavaradossi], als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe [Tosca].
In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas ›Freiheit‹. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv.
Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation." (Dramaturgie Deutsche Oper Berlin)

Tickets & Termine

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14.12.2016 Mittwoch ab 19:30 ab 34,90 EUR Tickets
28.05.2017 Sonntag ab 18:00 ab 34,90 EUR Tickets
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Anschrift

DEUTSCHE OPER BERLIN
Bismarckstraße 35
10627 Berlin

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